21.07.: Absturzbericht

Kategorie: Job
Geschrieben von: Willi
Kennt ihr das: Wenn sich ein Programm aus irgendeinem Grund verabschiedet (z.B. weil man es beendet hat), kommt ein lustiges Fenster und man wird aufgefordert, einen Absturzbericht an die Techniker zu schicken.

Gerade dachte ich mir: Wenn die mich schon verar..., dann kann ich das auch.
Ab jetzt opfere ich ab und zu ein paar Sekunden und schreibe den Leuten da etwas, das mich in diesem Moment bewegt hat.

Eben z.B::

"Es war tooootal fies: Ich war gerade so schön am Gestalten, da ging InDisein auf einmal in den Pausenzustand und meine Laune in den Keller. Liebe Mitarbeiter von Ad0be. Ich weiß, ihr tut euer Bestes und ich vertraue darauf, dass ihr macht, dass das nie nie nie mehr wieder passiert.
Ganz liebe Grüße

PS:
Ich weine immer noch ein bisschen
."

Das hilft bestimmt, oder?

19.07.: Zurück

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Die letzte Woche habe ich in der Schweiz verbracht um mal wieder an einem Seminar teilzunehmen. Ich habe ja beschlossen, dieses Jahr meiner persönlichen Weiterentwicklung zu widmen:

Teil 1: Fotografieseminar in Venedig

Teil 2: Managementseminar in Österreich

Teil 3: Buddhismusseminar in der Schweiz

In der Tat eine sehr interessante Mischung aus fachlich-theoretisch-spirituellen Themen. Aber es war alles spannend. Interessant waren auch die Seminarleiter/Lehrer

Teil 1: Totalausfall

Teil 2: Gutes Team

Teil 3: Ein Königreich für einen Lama. Sehr cool. Aber ich habe gelernt, dass auch ein Lama ab 23.00 Uhr leichte Aufmerksamkeitsdefizite hat.

Mal schau'n was jetzt als Teil 4 Sinn machen könnte. Vorschläge?

09.07.: Sommer

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Bei uns ist ja gerade mal wieder eine heiße Phase zu Ende. Also sowohl, was Temperaturen angeht, als auch die Arbeitsbelastung. Jetzt merkt man schon die ersten Auswirkungen der Sommerferien.

Nachdem nun auch in der Agentur endlich die elektrischen Oberlichtöffner eingebaut wurden (nicht ohne die Wände mit den Gummienden der Leiter total zu versauen) können wir sogar ordentlich lüften. In den letzten Jahren sind wir im Sommer immer in der tropischen Atmosphäre eingegangen die sich mangels Luftabzug ergeben hat. Obwohl von den drei Öffnern funktionieren nur zwei und der dritte wird irgendwann "zeitnah" ausgetauscht werden müssen. "Zeitnah" ist eines meiner Lieblingswörter, die zwar gut klingen, aber überhaupt keine relevante Information beinhalten. Beim "Bullshit Bingo" immer ein sicherer Treffer.

Zu meinen anderen aktuellen Lieblingsbegriffen zählen "proaktiv" was wohl nichts anderes bedeutet, als dass jemand aus eigenem Antrieb handelt (was ich als den Normalfall ansehe) und "relevant" wenn es als Ersatz irgendeines anderen Begriffs eingesetzt wird ("Er kam mal wieder relevant (viel) zu spät." Das ist relevant (ungeheuer) viel Geld.".

Tier der Woche ist ganz klar das Wunder-Weichtier "Krake Paul". Kann der eigentlich auch Lottozahlen?

Nächste Woche geht's erst mal wieder auf ein Seminar...

06.07.: Sie ist da!

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Seit Freitag teile ich mein Leben mit einer rassigen Roten.



Sie macht mich total heiß.

Die alte war ja silbern, also habe ich genau umgekehrt gewechselt wie Herr Schumacher ;-)
Kategorie: Darmstadt
Geschrieben von: Willi
Heute früh - also ganz früh, praktisch noch nachts - legten die Bauarbeiter auf der Baustelle direkt neben dem Haus in dem ich wohne damit los, das 4:0 gegen Argentinien nachzuspielen - mit Baggern. An Schlaf war nicht mehr zu denken, also fuhr ich in die Agentur. 7.15 Uhr Arbeitsbeginn, auch eine eher branchenuntypische Erfahrung.

Glockenschlag 7.30 Uhr rücken zwei Handwerker an, um endlich die bestellten elektrischen Öffner für die Oberlichter zu installieren. Direkt über meinem Schreibtisch.
*imkreisrennundschrei*

Es ist übrigens nicht witzig, wenn irgendein Bauteil aus 6 Metern Höhe herabsstürzt und neben einem auf dem Schreibtisch einschlägt.

Ich geh' wieder ins Bett. Das Argentinienspiel sollte mittlerweile durchgebaggert sein.


Kategorie: Satire
Geschrieben von: Willi
Nachricht aus Hong Kong (Geschafts)‏

- Ja, geschaft bin ich auch. Bei der Hitze...

Hallo, mein Name ist Mr. William Cheung, ich bin ein Geschäftsmann

- Mein Name ist Willi, ich bin ein Designermann

in Hong Kong.

- in Darmstadt (das ist ganz weit weg von Hong Kong)

Bitte ich möchte, dass Sie mir in einem Geschäft helfen

- Klar gerne, um was geht's denn? Putzen? Oder bisschen an der Kasse?

Projekt von 44,5 Millionen Dollar.

- O.k. dann hol' ich mal die Schubskarre für das viele Geld.

Sie erhalten 50% der Insgesamt Geld als Ihren Anteil. I

- Nur 50% der insgesamt Geld, dann leiste ich aber auch nur 50% der insgesamt Arbeit.

ich spreche Englisch, ich weiß nicht Deutsch sprechen,

- Sach' nur.

aber ich habe diese Nachricht für Sie übersetzt.

- Hmmmm, 50% der insgesamt Worte vielleicht.

Wenn Sie interessiert sind zu wissen,

-Klar, kennst ja meine Domain.

Details kontaktieren Sie mich zurück durch persönliche / private Adresse fiktiveadresse@yahoo.com.hk or fiktiveadresse@aol.com
Ich werde warten, von Ihnen zu hören.

- Da kannste mal von ausgehen.

Dank.

- Bitt.


Mit freundlichen Grüßen,

- Du mich auch.

01.07.: Trauerfall

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Jahrelang war sie aus meinem Leben nicht wegzudenken. Sie machte meinen Morgen erträglich und versüßte meinen Abend. Ohne zu Murren war sie immer für mich da. Unserer anfänglichen Verständnisprobleme (sie kam immerhin aus Italien) hatten wir schnell beigelegt, danach war alles eitel Freude.

Diese Woche ist sie nach kurzer heftiger Krankheit von mir gegangen. Zum Schluss war es nicht mehr schön mit anzusehen. Das Atmen fiel ihr schwer und sie litt unter chronischem Flüssigkeitsverlust. Heute kam der Anruf vom betreuenden Fachmann. Nichts mehr zu machen, fast alle inneren Organe waren schon geschädigt. Kalk. Fieses Zeug.

Wir haben sie heute vom Netz genommen. Ich habe geweint.

Aber am Wochenende hole ich ihre Nachfolgerin nach Hause.

Ein Leben ohne Espressomaschine kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Gerade sind die ChickenNugget-Tiere vom Nachbargrundstück in den Agenturgarten eingedrungen. Putzige kleine weiße Federböppel. Bin mal gespannt, ob sie ihren Weg auch wieder durch das Loch im Zaun zurück finden.

29.06.: Frische Fakten

Kategorie: Frische Fakten
Geschrieben von: Willi
Diese Orte (alphabetisch sortiert) sind laut dem New Yorker Blacksmith Institut die zehn meistverseuchtesten der Welt:

Dserschinsk, Russland - Standort einer ehemaligen Chemiewaffenfabrik.

Haina, Dominikanische Republik - Blei einer ehemaligen Autobatterien-Fabrik.

Kabwe, Sambia - Schwermetalle durch eine Bleimine.

La Oroya, Peru - Schwermetalle durch Blei-, Kupfer-, Silber- und Zinkabbau.

Linfen, China - Stadt mit Kohleminen, Eisenhütten und Teer-Raffinerien.

Mailuu-Suu, Kirgisistan - radioaktive Abfälle von einer ehemaligen Uranerzmine.

Norilsk, Russland - Schwermetalle infolge Nickelabbau.

Ranipet, Indien - Abfälle einer Fabrik die Chemikalien zur Ledergerbung herstellte.

Rudnaja Pristan, Russland - Schwermetalle durch eine Bleimine.

Tschernobyl, Ukraine - Atomreaktorkatastrophe 1986.
Kategorie: Darmstadt
Geschrieben von: Willi
Der Beinahe-Super-GAU: Beim not-so-public-viewing bei Freund R. war kurz vor Anpfiff der Strom auf der Tribüne Terasse weg.

Aber ist alles noch mal gut gegangen pünktlich zum Anpfiff war die Elektrik wieder fit. Das Antennenkabel musste kurzfristig noch getaped werden, da es in die Verlängerung gehen sollte. Kritisch wurde es für das deutsche Team erstmals in der 18. Minute, als ein Toaster für die Burgersemmeln ins Spiel kam und dazu vom Übungsleiter eine Steckdosen-Viererkette installiert wurde. Der diensthabende Grillmeister nutzte geschickt einen Abstoß des englischen Keepers, um den Fernseher kurz aus dem Spiel zu nehmen und die taktische Variante aus Flachbildschirm und Toaster in der vordersten Reihe aufzubauen.

Der weitere Verlauf der ersten Halbzeit wurde dann von mehreren brandgefährlichen Situationen geprägt, als der deutsche Mittelfeldregisseur Burgermeister sich nicht rechtzeitig zum frisch eingewechselten Toaster durcharbeiten konnte und die brenzligen Situationen erst auf der mittlerweile kohlschwarzen Linie klären konnte.

Als dann kurz vor Ende der ersten Hälfte Kartoffelsalat und Nudelsalat im deutschen Mittelfeld endlich für Ruhe sorgten, war eigentlich schon alles entschieden.

In der zweiten Hälfte gab es nur noch kurzzeitig Unruhe, da eine verstopfte Ketchupflasche bei den jüngeren, unerfahrenen Spielern im Kader für Verwirrung sorgte. Der Zeugwart konnte das Problem aber gewohnt souverän beheben und das Spiel konnte ohne große Verzögerung weitergehen. Das deutsche Spiel war aber in jeder Phase kontrolliert und der Sturm wurde vom Grill aus immer wieder mit wunderbar weiten Wurstzuspielen gefüttert. Die konnte man gar nicht anders, als direkt reinmachen.

Alles in allem ein wunderbarer Fußballnachmittag, der nur durch die zeitversetzten DVB-T Jubler in der Nachbarschaft etwas getrübt wurde.