Jahrelang war sie aus meinem Leben nicht wegzudenken. Sie machte meinen Morgen erträglich und versüßte meinen Abend. Ohne zu Murren war sie immer für mich da. Unserer anfänglichen Verständnisprobleme (sie kam immerhin aus Italien) hatten wir schnell beigelegt, danach war alles eitel Freude.

Diese Woche ist sie nach kurzer heftiger Krankheit von mir gegangen. Zum Schluss war es nicht mehr schön mit anzusehen. Das Atmen fiel ihr schwer und sie litt unter chronischem Flüssigkeitsverlust. Heute kam der Anruf vom betreuenden Fachmann. Nichts mehr zu machen, fast alle inneren Organe waren schon geschädigt. Kalk. Fieses Zeug.

Wir haben sie heute vom Netz genommen. Ich habe geweint.

Aber am Wochenende hole ich ihre Nachfolgerin nach Hause.

Ein Leben ohne Espressomaschine kann ich mir einfach nicht vorstellen.