675 Jahre Darmstadt - 3

Finale der Darmstadt-Reihe. Dummerweise ist die jüngste Geschichte am besten dokumentiert, sodass der letzte Teil auch der längste ist. Und da man einiges miterlebt hat, fällt die Gewichtung gerade der jüngsten Ereignisse besonders schwer.

Darmstadt - 3

1919 wurde Darmstadt die Hauptstadt des „Volksstaat Hessen“. Man sieht, nicht nur die Bayern mit ihrem „Freistaat Bayern“ sind in der Lage Extrawürste zu braten.

1922 fusioniert die Darmstädter Bank und die Nationalbank zur DANAT-Bank. Die wird später in der Weltwirtschaftskrise noch eine Rolle spielen. Direktor ist zu der Zeit Hjalmar Schacht.

Hjalmar Schacht macht später Karriere in der NSDAP. Er ist von 1933 bis 1939 Präsident der Deutschen Reichsbank. Von 1934 bis 1937 Reichswirtschaftsminister, von 1935 bis 1937 Generalbevollmächtigter für die Kriegswirtschaft, von 1937 bis 1943 Reichsminister ohne Geschäftsbereich.

1924 übernimmt die Religionsgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (reformierte Reformierte, im weitesten Sinne Protestanten) die Elisabeth Duncan-Schule. Sie richten dort die einzige, noch heute bestehende, von Adventisten geleitete Schule mit Internat in Deutschland ein.

1927 kommt die Sängerin Erika Köth ( 1989) in Darmstadt zur Welt.

1928 werden die HAFRABA-Pläne vorgestellt. HAFRABA steht für Hamburg-Frankfurt-Basel und das Projekt soll Städte mit einem Straßennetz mit „allein dem Kraftfahrzeugverkehr vorbehaltenen, völlig kreuzungsfreien Straßen“ verbinden.
Heute heißen diese Straßen beispielsweise A3, A5, oder A7 und seit 1932 gibt es dafür das Wort „Autobahn“.
Der Schauspieler Karlheinz Böhm wird 1928 in Darmstadt geboren. Sein Vater, der österreichische Dirigent Karl Böhm arbeitet zu der Zeit als Generalmusikdirektor in Darmstadt. Karlheinz Böhm gründet 1981 das Hilfswerk „Menschen für Menschen“. Er verwendet als erster das Schlagwort „Hilfe zur Selbsthilfe“.

1929 wird der spätere Schauspieler Günter Strack geboren ( 1999).

1930 forscht die Darmstädter Chemiefirma Röhm und Haas an einem durchsichtigen Kunststoff. Der Markenname für dieses "Polymethylmethacrylat" ist Plexiglas.

1931 erreicht die Weltwirtschaftskrise in Deutschland und wird eingeleitet durch den Zusammenbruch der DANAT-Bank.

1933 werden der Voksstaat Hessen und Darmstadt gleichgeschaltet, d.h. die Nationalsozialisten übernehmen staatsstreichartig alle Regierungsämter und entmachten die Parlamente. So wurde auch der SPD-Innenminister Wilhelm Leuschner aus dem Amt gejagt.
Leuschners Pressesprecher Carlo Mierendorff wurde verhaftet, öffentlich durch Darmstadt getrieben und war bis 1938 war er Gefangener in fünf Konzentrationslagern.

1934 haben die Nazis erkannt, dass sie die HAFRABA-Pläne prima als ihre eigenen verkaufen können. Und so wird der Bau des ersten Autobahn-Teilstücks (unter Nazi-Regie) zwischen Darmstadt und Frankfurt mit einen feierlichen Spatenstich Hitlers begonnen.
Die erste Autobahn war es aber eigentlich nicht. 1921 gabe es schon die Berliner AVUS und 1932 ging eine rund 20 Kilometer lang autobahnähnliche Strecke zwischen Köln und Bonn in Betrieb.

Ab 1934 arbeitet die Flugpionierin Hanna Reitsch als Testpilotin für die „Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug“ in Darmstadt.
1935 wird die 1777 von Matthias Claudius (der sein „Der Mond ist aufgegangen in Darmstadt geschrieben hatte) gegründete „Darmstädter Zeitung“ verboten.

Auch in Darmstadt werden jüdische Geschäftsinhaber enteignet. Unter anderem wird das „Warenhaus Gebr. Rothschild“ zu „Henschel und Ropertz“.

1936 kommt der spätere Focus-Chefredakteur Helmut Markwort in Darmstadt zur Welt.

1937 wächst Darmstadt gewaltig. Reichsstatthalter Sprenger verkündet den Anschluss Arheilgens und Eberstadts an Darmstadt. In dieser Zeit wurde auch das Groß-Hamburg-Gesetz beschlossen, was Hamburg zu seiner ungefähren heutigen Form verhalf.
1937 stirbt der letzte bis 1918 noch Amt befindliche Großherzog Ernst-Ludwig.

Sein in der deutschen Botschaft in London arbeitende Sohn Ludwig will im selben Jahr die Engländerin Margaret Geddes heiraten. Auf dem Weg zur Hochzeit verunglückt die ganze restliche Familie tödlich, weil sie mit einem Flugzeug gegen einen Schornstein bei Ostende fliegen.

Schlagartig sind Ludwig von Hessen und bei Rhein und seine Frau Margaret die letzten aus dem Haus Hessen-Darmstadt.

1938 erreichte der Rennfahrer Rudolf Caracciola auf der Autobahn Frankfurt-Darmstadt-Heidelberg die Rekordgeschwindigkeit von 432 Kilometern pro Stunde. Der Rennfahrer Bernd Rosemeyer versucht den Rekord zu brechen aber verunglückt tödlich, als er mit 440 km/h vom Seitenwind erfasst wird. Der Gedenkstein an Bernd Rosemeyer steht an der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt bei Kilometer 508.

Carlo Mierendorff stirbt im Dezember 1943 bei einem Luftangriff auf Leipzig.

20. Juli 1944 – Attentat Stauffenbergs auf Hitler. Nachdem der Anschlag misslungen und der Putsch in Berlin verhindert war, wurden allein in Darmstadt 70 Menschen während der „Aktion Gitter“ verhaftet.

Darunter sind auch die Hessen-Darmstädtischen Politiker Wilhelm Leuschner, Heinrich Delp, Theodor Haubach und Ludwig Schwamb („Die Darmstädter Vier“).

Leuschner, Haubach und Schwamb standen im Kontakt zum „Kreisauer Kreis“ des Grafen Moltke. Leuschner sollte nach erfolgreichem Putsch Vize-Kanzler werden und Haubach Informationsminister.

1944 erlebt Darmstadt wortwörtlich seinen 11. September. Am 11. September 1944 wird die Stadt von einem Bombenangriff nahezu vollständig zerstört. 12.000 Tote und 70.000 Obdachlose sind das Ergebnis einen nächtlichen Bombenangriffs.

Leuschner wird am 29. September 1944 im Zuchthaus Berlin-Plötzensee hingerichtet, Theodor Haubach, Ludwig Schwamb werden mit Graf von Moltke am 23. Januar 1945 ermordet.

Am 25.3.1945 erobern die US-Amerikaner Darmstadt.

Nur ein paar Monate später ordnen die Amerikaner ihre Besatzungszonen neu. Am 19.9.1945 proklamiert General Eisenhower das Land Groß-Hessen. Das Land vereint den Volksstaat Hessen und die preußische Provinz Hessen-Nassau. Die Provinz Rheinhessen geht verloren an das spätere Rheinland-Pfalz, da Rheinhessen in der französischen Besatzungzone liegt. Darmstadt ist zu zerstört, so wird Wiesbaden Hauptstadt. Aber Hessen-Darmstadt bzw. Volksstaat Hessen bestehen noch – indirekt. Die katholische Diözese Mainz umfasst noch heute das ehemalige Großherzogtum.

Darmstadt wurde Amtsitz des Regierungsbezirks Darmstadt.

Eisenhower griff mit der Schaffung Groß-Hessens Pläne aus der Weimarer Republik auf. Damals hatten schon einmal Landespolitiker überlegt, wie sie das preußische Hessen-Nassau mit dem damaligen Volksstaat vereinigen könnten. Aber wie man sieht kommen Verwaltungsreformen in Deutschland nur durch Diktaturen oder Siegeredikte zustande.

Nach dem Krieg ist der SS-Obergruppenführer Otto Skorzeny im US-amerikanischen Internierungslager „Civil Internment Enclosure 91“ (CI Camp 91) in Darmstadt gefangen. Ein Kriegsverbrechertribunal der Alliierten in Dachau sprach ihn frei, vor einem Verfahren der deutschen Justiz floh er 1948 aus der Haft.

Otto Skorzeny war im Dritten Reich u.a. an der Befreiung Mussolinis beteiligt Da hatte er sich gekonnt in den Vordergrund gespielt, ohne wirklich eine tragende Rolle gespielt zu haben.

1948 gründet der Friseur Hans Erich Dotter aus seinem Keller heraus die Haarpflegemittelfirma „Goldwell“.

1949 kommen das FTZ und das PTZ der Post nach Darmstadt. FTZ ist das Fernmeldetechnische Zentralamt und PTZ das Posttechnische Zentralamt.

In den fünfziger Jahren kommt die im Westen wiedergegründetet Wella AG nach Darmstadt.

1951 wird Darmstadt wieder Großstadt, der 100.000ste Einwohner wird geboren. Passend dazu wird das große Innenstadtfest, das „Heinerfest“ aus der Taufe gehoben. Es knüpft an das frühere „Ludwigsfest“ an, aber das mit den Großherzögen, die so hießen, ist ja schon länger vorbei.

Das „Heinerfest“ ist ein Jahrmarkt, eine Kirmes und „Heiner“ nennen sich die Darmstädter – warum auch immer.

Der Schriftsteller Erich Kogon („Der SS-Staat“) bekommt 1951 eine Proffessur an der TU-Darmstadt.

Der Stadt gelingt es nach Verlust der Hauptstadt-Funktion „rauchlose Industrie“ anzusiedeln und auch kulturelle Einrichtungen wie das Deutsche PEN-Zentrum, die Martin Behaim-Gesellschaft und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung.

1964 erschwimmt der Darmstädter Hans-Joachim Klein olympisches Gold. Im selben Jahr stirbt in Darmstadt der ehemalige CDU-Bundesaußenminister (1955-1961) Heinrich von Brentano.

Das Land Hessen führt 1964 als eine seiner höchsten Auszeichnungen die „Wilhelm-Leuschner-Medaille“ ein.

1965 baut die Pharmafirma E. Merck die erste biologische Kläranlage Westeuropas.

1965 kommt die Fernsehfassung des Volksstücks „Die Unverbesserlichen“ ins Fernsehen. Autor ist der Darmstädter Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler Robert Stromberger. Darsteller bei den „Unverbesserlichen“ sind Inge Meysel, Joseph Offenbach und Monika Peitsch.

1967 Eröffnung des Weltraumoperationszentrums für Satellitenkontrolle (ESOC) in Darmstadt. Die ESOC, das European Space Operations Centre, ist das Houston der ESA, der Europäischen Weltraumagentur.

1968 stirbt der Erb-Großherzog Ludwig von Hessen und bei Rhein ohne Kinder. Seine Frau Margaret wird die „Beschließerin des Hauses Hessen-Darmstadt“ denn ohne Nachkommen stirbt die Linie aus. Prinzessin Margaret von Hessen und bei Rhein findet aber eine Lösung und adoptiert Landgraf Moritz von Hessen-Kassel. Er stammt aus der Nordhessischen Linie und ist ein Nachkomme von Phillip dem Großmütigen, der 1567 Hessen an seine Söhne veteilte.

1972 bringt Wella „Crisan“ auf den Markt.

Irgendwie könnte man auch meinen in Darmstadt wird viel gelaufen. Der Buchautor, Läufer und ehemaligerMarathon-Bundestrainer Wilfried Raatz („Richtig Marathon“) ist Lehrer in Darmstadt. Die Läuferin Charlotte Teske wohnt in Darmstadt, der Läufer Lutz Philipp, der 1972 bei Olympia mitlief, ist Lehrer an einer Darmstädter Schule.

1973 wird eine Lufthansa-Boeing 737 auf den Namen „Darmstadt“ getauft. Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) kommt nach Darmstadt-Wixhausen.

1974 startet Bundespostminister Ehmke den „Funkrufdienst“ beim FTZ. Besser bekannt ist dieser Service als „Piepser“. Damit konnten Krankenhäuser oder Feuerwehren ihre Mitarbeiter zum Eindsatz rufen. Zwar piepste das Gerät nur, aber es war ein Signal für den Empfänger bei einer vereinbarten Nummer anzurufen.

1975 kommt Robert Strombergers-Miniserie „PS – Geschichten ums Auto“ ins Fernsehen. Die Handlung spielt rund um ein Darmstädter Autohaus.

1976 organisiert der Amerikaner Brian Hill auf der Burg Frankenstein bei Darmstadt-Eberstadt eine Halloween-Veranstaltung. Spätestens seit diesem Jahr ist Halloween in Deutschland ein Fest. Praktischerweise stimmt der Name der Burg mit dem des legendären Films mit Boris Karloff überein. Zufall? Wahrscheinlich nicht. Denn die Autorin des Frankenstein Romans Mary Shelley kannte von einer Deutschlandreise die Burg Frankenstein.

1978 steigt der lokale Fußballverein Darmstadt SV 98 („die Lilien“) in die erste Bundesliga auf. Um 1979 wieder abzusteigen, 1980 wieder aufzusteigen und danach erstmal in der Versenkung zu verschwinden.

1979 stirbt die legendäre Stute Halla, des Dressurreiters Hans Günter Winkler in Darmstadt im (für Pferde) hohen Alter von 34 Jahren.

Halla war 1945 auf dem Hof des Darmstädter Landwirts Gustav Vierling geboren worden. Zur Legende, zur „Wunderstute“ wurde das Pferd am 17. Juni 1956 beim olympischen Reitturnier in Stockholm. Ihr Reiter Hans Günter Winkler hatte einen Muskelriss in der Leiste. Halla trug Hans Günter Winkler fehlerlos über den Olympiaparcours in Stockholm. Deutschland gewann so die Goldmedaille in der Mannschaftswertung und Winkler die Einzelwertung.

1980 geht ein Teil der Kunstsammlung Ströher (Die Firma Wella gehörte damals der Familie Ströher) nach Frankfurt. Der von Joseph Beuys gestaltete „Beuys-Block“ bleibt im Hessischen Landesmuseum.

Der Beuys-Block sieht so aus, wie man es erwartet: Viel Filz. So ging einmal eine Grundschulklasse durchs Landesmuseum und machte beim Beuys-Block kehrt. Denn die aufgestapelten Filzmatten erweckten bei den Steppkes den Eindruck, dass man dort nicht reinkönne. „Da ist zu, dort wird noch gebaut.“

1980 kommt das Deutsche Polen-Institut nach Darmstadt.Und das 1977 gegründete Freiburger Öko-Institut gründet seinen ersten Ableger in Darmstadt. Warum Darmstadt? Weil mehrere Mitarbeiter aus der Technischen Hochschule kamen.

Der Robert Stromberger-Sechsteiler „Tod eines Schülers“ läuft 1981 im ZDF und schlägt wegen des Selbstmord-Themas Wellen. Die Schule im Film ist tatsächlich ein Gymnasium, die „Elo“, früher Eleonoren-Oberschule, heute kurz Eleonorenschule.

1982 erzeugt die GSI das Element Meitnerium. Es ist das nach der österreichisch-schwedischen Physikerin und Mathematikerin Lise Meitner benannt.

 

1983 darmstädtert es wieder im ZDF, Robert Stromberger bringt „Diese Drombuschs“ mit Witta Pohl, Hans-Peter Korff (bekannt als Onkel Heini bei „Neues aus Uhlenbusch“) und Günther Strack. Das Antiquitätengeschäft der Familie steht in der Darmstädter Wilheminenstraße. Allerdings ist schon das Hinterzimmer des Geschäfts in Wirklichkeit Studiokulisse.

1983 kommt die Jazz-Sammlung des Journalisten Joachim-Ernst Behrendt nach Darmstadt und legt so den Grundstein für das Jazzinstitut Darmstadt. Inzwischen ist dort Europas größte öffentliche Jazzsammlung.

1984 wird bei der GSI durch Verschmelzung von Blei- mit Eisenatomen erstmals das neue Element „Hassium“ (Hessen) erzeugt.
1986 wurde das europäische Houston ausgebaut: EUMETSAT kommt nach Darmstadt. EUMETSAT ist die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten.

1987 meint der Büchnerpreisträger Erich Fried, dass Georg Büchner heute Mitglied der Baader-Mainhof-Gruppe wäre. Ha, das war ein Skandal! Aber man muss ehrlicherweise sagen, dass ein Typ wie Georg Büchner heutzutage auch eher als linker Irrer angesehen werden würde.

1988 ist Darmstadt auf dem letzten Platz der Verkehrssicherheitsstatistik. Was sind wohl die Führerscheine aus der Zeit wert?

Der Regierungsbezirk Darmstadt steht 1993 in einem EU-weiten Vergleich des Bruttoinlandprodukts je Einwohner nach den Regionen Hamburg, Brüssel und Ile de France an vierter Stelle. Das liegt natürlich nicht an Darmstadt sondern eher an dem 30 km entfernten Frankfurt.

1994 erzeugt die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) das neue Element „Roentgenium“ durch die Fusion von Nickelatomen mit Bismutatomen. Ebenfalls 1994 wurde aus Blei- und eines Nickel-Ionen das Element „Darmstadtium“ dargestellt.

1995 wohnt „Der Schattenmann“ in der gleichnamigen Serie von Dieter Wedel im Stadtteil Arheilgen.
Darmstadt ist ein bisschen eine Triathleten-Stadt: Die erfolgreichen Triathleten und „Ironman“-Teilnehmer Thomas Hellriegel, Lothar Leder und seine Frau Nicole Leder wohnen in Darmstadt.

Lothar Leder schaffte 1996 beim „Ironman Europe“ als erster die Strecke unter 8 Stunden.

Thomas Hellriegel gewinnt 1997 den „Ironman Hawaii“.

Prinzessin Margaret von Hessen und bei Rhein stirbt Anfang 1997 überraschend zwei Tage nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt. Zur Beerdigung und Trauerfeier in der Darmstädter Stadtkirche reist auch die britische Verwandschaft, darunter Prince Charles und sein Vater Prince Philip, an.

Damit sind Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel nun unter dem adoptierten Landgraf Moritz formell wieder vereint.

1997 wird Darmstadt „Wissenschaftsstadt Darmstadt“. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen dass neben der Technischen Universität ein ganzer Satz naturwissenschaftliche und kulturelle Forschungseinrichtungen (GSI, Fraunhoferinstitute, Öko-Institut, Polen-Institut, Pharmaforschung) in der Stadt angesiedelt werden konnten.

1999 wird das auf Entwürfen von Friedensreich Hundertwasser basierende Haus „Waldspirale“ im Bürgerparksviertel gebaut.

2001 wird das „Haus für Industriekultur“ in der Kirschenallee Teil des Hessischen Landesmuseums. Dort ist mit Schriftgießer Rainer Gerstenberg die einzige noch arbeitende Schriftgießerei Deutschlands untergebracht. Das Haus ist auch ein geschichtsträchtiger Arbeitsplatz: Wilhelm Leuschner war vor seiner Politikerkarriere in der damaligen Möbelfabrik Holzbildhauer.

Der Fußballer Bruno Labbadia, kickte anfangs für den SV98 und dann bei Bayern München. Inzwischen (2005) ist er Trainer beim SV98 und hofft diese Saison in die zweite Bundesliega aufzusteigen.

Bruder und Mutter der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel wohnen in Darmstadt.

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